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III.
Kapitel drei

Christliches Erbe.

Romanik, Gotik, Barock — tausend Jahre, in denen sich das Land zu einem langen Gebet formte.

Im Jahr 863 brachten Kyrill und Methodius das Evangelium und das erste slawische Alphabet nach Großmähren. Aus dieser Quelle floss ein Jahrtausend aus Stein: die romanischen Rotunden, die aufstrebende Gotik Karls IV. und der vergoldete Barock, der das Land nach 1620 rekatholisierte.

Der Veitsdom begann 1344 als geistliches Herz des Heiligen Römischen Reiches. Um ihn herum webte die Tradition böhmischer Heiliger — Wenzel, Ludmila, Adalbert, Johannes von Nepomuk — ein lokales Christentum, das bis heute prägt, wie die Tschechen Weihnachten, Ostern und Wallfahrtstage begehen.

Die Gegenreformation gab der Landschaft ihre barocke Silhouette: Dientzenhofer-Kirchen, Santinis sterngewölbte Wallfahrtsorte, Dorfkapellen an jeder Wegkreuzung. Wir lesen diese Architektur als Theologie — wie ein Bauwerk lehrt, woran es glaubt.

„Du, o HERR, bist unser Vater; wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer.“

— Jesaja 64,8

Zentrale Orte

Wo es geschah.

01

Veitsdom

Prag · begonnen 1344, die Kathedrale der Nation

02

St. Nikolaus

Prag · barockes Meisterwerk der Dientzenhofer

03

Velehrad

Mähren · Wallfahrtsort von Kyrill & Methodius

04

Zelená Hora

UNESCO · Santinis Wallfahrtskirche mit Stern-Grundriss

05

Beinhaus von Sedlec

Kutná Hora · die Knochenkirche

06

Stará Boleslav

Ort des Martyriums des hl. Wenzel, 935

Schlüsselfiguren

Wen man kennen sollte.

Hl. Kyrill & Methodius

9. Jahrhundert

Hl. Wenzel

907–935

Hl. Ludmila

860–921

Hl. Adalbert

956–997

Karl IV.

1316–1378

Jan Santini

1677–1723

Tausend Jahre tschechisches Christentum.

Short film · 4:42 · Film von Magni

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